Der Weg des Künstlers

Der Weg des Künstlers

Dieses feine kleine Buch hat mich einigermaßen umgehauen. Es beschreibt einen 12 Wochenlehrgang des spirituellen Weges des Künstlers. Ich werde ein kleines Tagebuch (besser: ein Wochenbuch) schreiben, um Euch am Prozess teilnehmen zu lassen und natürlich, um Euch Lust zu machen, das Künstlerkind in Euch voran zu bringen.

Vorwort
Es gibt 2 wichtige Grundübungen, die sich durch den Lehrgang ziehen:
– Morgenseiten
– Künstlertreff
Mit den Morgenseiten habe ich schon begonnen. Ich setze mich am Morgen hin und schreibe 3 Seiten. Ich schreibe alles auf, was mir in den Sinn kommt. Es kommt nicht darauf an, was ich schreibe und keinesfalls lese ich es hinterher und bewerte es auch nicht. Was für einen Sinn macht das? Es ist ähnlich zur Morgenmeditation, zur Stillen Zeit – ich leere meinen Kopf. Ich schreibe alles auf, was mir am Morgen noch oder schon wieder durch den Kopf kreiselt. Die Gedanken aufzuschreiben macht was mit mir. Das Karussell im Kopf ist nicht mehr da. Ich lasse Dinge, Gedanken, Glaubenssätze (wenigstens ein Stück weit) los.
Ich fand am Anfang den Gedanken, 3 Seiten vollschreiben zu „müssen“ ziemlich anstrengend. Jetzt, wo ich angefangen habe, merke ich, dass es mir leicht fällt und dass ich mich – schon nach der kurzen Zeit – auf die Morgenseiten freue. Ich staune, welche Gedanken am Morgen kommen und wohin sich die Gedanken entwickeln.
Meinen ersten Künstlertreff werde ich heute Nachmittag haben. Ich treffe mich mit dem Künstlerkind, das in mir steckt und ich werde mit ihm spielen, es verwöhnen und alles tun, was ihm gut tut. Ich denke, das wird heute eine Musikstunde werden. Ich muss schauen oder hören, was es möchte (was habe ich schon als Kind gern gemacht?).

1. Woche
Wer hat mich in meiner künstlerischen Entwicklung unterstützt, wann und wie?
Wer stand meiner künstlerischen Entwicklung eher im Wege, wann und warum?
Wenn Du 5 weitere Leben (parallel) hättest – was wärst Du dann?
Ich wäre z.B. Sänger.
Das Fazit der Woche war gut. Ich hatte jeden Morgen die Morgenseiten geschrieben und einen Künstlertreff gehabt.

2. Woche
5 weitere Leben – ich wäre Fotograf und habe den Fotoapparat jetzt öfter griffbereit.
Die Woche musste auf 2 ausgedehnt werden, es war in einer nicht zu schaffen. Heute gab es einen Künstlertreff. Hat sich was geändert – zumindest in der Einstellung oder ist der Zweifler noch arg am Werk?: aus Dir wird nie ein Künstler!
Eine kleine Veränderung soll diese Woche noch umgesetzt werden – wenn es geschafft ist gibt es ein Foto davon.

3. Woche
Wenn es nicht verraten wird, worin die Veränderung besteht – wie soll dann davon ein Foto gemacht werden? Die 3. Woche, auch wieder 2 Wochen lang, brachte nicht die „angekündigten“ Synchronizitäten. Oder ich habe sie nicht bemerkt. Also, das müsste was sein, dass mich in meinem Künstlersein unterstützt, ein aufmunternder Satz: mach weiter, das ist gut, was Du machst. Eher schon Besonderheiten: ein Buch mit dem Nachdenken über fragil, robust, antifragil. Sehr spannend und auch mit Erkenntnissen für mich. Auch mit dem Männerbücherraum bin ich auf dem „Marktplatz“ und muss mich hier bemerkbar machen, positionieren, artikulieren, die Auslage füllen. Das ist mit dem Programm für April 2015 gut gelungen. Jetzt müssen nur noch die Männer kommen…

4. Woche
Diese Woche hat eine besondere Herausforderung parat: LeseVerwandlungverzicht. Das passt gut in die Karwoche und ich werde das so weit es geht umsetzen: Keine Zeitung, kein Buch, kein Film bis Samstag-Abend. Ich bin s e h r gespannt.
Der Leseverzicht ist ganz gut gelungen. Das will ich noch mal wiederholen, also keine Zeitung und kein Buch lesen und auch keine Nachrichten hören oder sehen.
Es war ein Brief zu schreiben – ich als 80-jährigen an mich. Das ging gut. Dann ein zweiter: ich als 8-jähriger an mich. Der Brief ist noch nicht geschrieben. Wie war ich als 8-jähriger, was habe ich gemacht, was habe ich gern gemacht, was am liebsten? Das ist so weit weg wie Alaska!

5. Woche
muss ich erst mal nachlesen, was da war…

6. Woche
In der stecke ich jetzt gerade (fest). Es geht drum, ob Gott das will, dass ich Künstler werde und damit Geld verdiene. Dabei geht es nicht so sehr darum, ob Gott das will sondern mehr darum, ob ich denke, dass er das nicht will.
Die Aufgaben dabei sind, zu schauen, ob bestimmte „Outfits nicht mehr passen“ und die Sachen (sie sollten schon noch „gut“ sein) wegzuschenken. Dinge um mich herum zu ändern, die nicht mehr benötigt werden (braucht jemand eine Standuhr oder einen Regulator?). Parallel dazu habe ich „mein Zimmer“ renoviert und bin dabei, es wieder einzuräumen. Da sollen aber jetzt nur die Dinge wieder rein, die es verdient haben. 5 Karten an Freunde sind noch zu schreiben…
Ideen entwickeln sich natürlich auch in der Zeit, meist anders als gedacht. Da entstand auch die Idee zum Projekt “ Two steps forward“, ein Kurs für junge Männer. Ob der Projektname bleibt wird sich zeigen. 2 Schritte vorwärts deutet ja an, dass es anschließend wieder einen Schritt zurück gehen kann. Genau deswegen geht es ja auch zwei Schritte vorwärts und nicht nur einen… Also bleib ich gespannt, wie sich das entwickelt.
25.5.15

7. Woche
Die siebente Woche zog sich über den ganzen Sommer hin. Ich war mit Vielem beschäftigt und der Künstler lag wohl in der Hängematte und hat das Faulenzen genossen. Sicher, es gab auch Aufgaben: Ich sollte als Archäologe unterwegs sein und in meiner Kindheit graben, nach meinen Wünschen und Träumen damals. Dann sollte ich meine 5 Lieblingsfilme benennen: Die Inhaftierten, Einer flog über das Kuckucksnest, Hair, High Fidelity, Platoon.
17.10.2015

8. Woche
Lange hat es gedauert, bis ich hier angekommen bin. Dafür gab es hier eine super Aufgabe:
Benennen Sie 5 unmögliche Handlungen und schildern Sie sie ausführlich.
Hier meine Lieblinge:
Ich entlasse meinen Vorgesetzten. Es gibt ein großes Fest, zu dem er natürlich eingeladen ist. Wir verabschieden ihn feierlich und genussvoll und wünschen ihm einen guten Start im neuen Wirkungsfeld. Das üppige Fest bezahlt der Arbeitgeber.
Ich kaufe eine Kirche und etabliere darin das Dresdner Zentrum für Spiritualität. Ich kümmere mich speziell um Männer- und Jungenangebote.26.02.2016

 

Eine Antwort zu “Der Weg des Künstlers

  1. Lieber Künstler, lieber Mann, lieber Manfred schön deinen Prozess zu lesen und schmackhaft das empfohlene Buch. 😉 Umarmung dF

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.